Die Seeschüttung schafft
    neuen Lebensraum für diverse
  Tier- und Pflanzenarten.

Seeschüttung Urnersee im Urner Reussdelta

EIN NATUR- UND LANDSCHAFTSPROJEKT DES KANTONS URI IM REUSSDELTA, DAS NACHHALTIG LEBEN IN, AN UND AUF DEN URNERSEE BRINGT.

Zwischen 2024 und 2030 wird der Kanton Uri unter der Leitung der Gesundheits‑, Sozial- und Umweltdirektion im Reussdelta beim Südufer des Urnersees das Vorzeigeprojekt «Seeschüttung» fortsetzen. Mit rund 4.9 Millionen Tonnen Gestein, das von den beiden Grossprojekten «A2 Zweite Röhre Gotthard-Strassentunnel» und «A4 Neue Axenstrasse» stammt, werden 7 Hektaren neue Flachwasserzonen geschaffen.

Flachwasserzonen sind Flächen mit bis zu 10 Meter Wassertiefe, wo das Sonnenlicht den Seegrund noch erreicht und Wasserpflanzen somit Leben ermöglicht. Ziel der kommenden Seeschüttung ist einerseits die Wiederherstellung der Flachwasserzonen gemäss des Referenzzustandes des Jahres 1913, andererseits die Ausdehnung der biologischen Vielfalt im Urner Reussdelta.

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News

NEUIGKEITEN RUND UM DIE SEESCHÜTTUNGEN IM URNERSEE

Eine Million Tonnen vom Gotthard geschüttet

Erste Million Tonnen vom Gotthard geschüttet

Die Seeschüttung Urnersee läuft auf Hochtouren: Seit Beginn der Materiallieferungen aus Göschenen wurde bereits die erste Million Tonnen Ausbruchmaterial im Urnersee geschüttet. Die Seeschüttung Urnersee hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Seit Beginn der Materiallieferungen aus dem Bau der Zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels wurde bereits die erste Million Tonnen Ausbruchmaterial im...

Reussdelta nach erster Seeschüttung

Reussdelta entwickelt sich erfolgreich

Langzeitkontrollen im Reussdelta zeigen: Die mit den ersten Seeschüttungen geschaffenen Lebensräume haben sich erfolgreich entwickelt. Die ökologische Aufwertung des Reussdeltas gilt als grosser Erfolg. Die durch die ersten Seeschüttungen geschaffenen Inselgruppen und Flachwasserzonen im Urnersee (2001 bis 2008) haben sich rasch zu artenreichen Lebensräumen entwickelt. Fischbestände sowie die Vielfalt von...

Schüttung von Axen-Gestein gestartet

Seit vergangenem Mittwoch, 19. September 2025, wird im Urnersee erstmals Gesteinsmaterial aus dem Bau des neuen Sisikoner Tunnels eingebracht. Das Projekt "Neue Axenstrasse" umfasst bis 2033 die Realisierung einer neuen Linienführung mit dem 4,44 Kilometer langen Sisikoner Tunnel und dem Morschacher Tunnel. Beim Bau des Sisikoner Tunnels fallen insgesamt rund...

Temporärer Schutzdamm fertiggestellt

Im Schüttgebiet Schanz ist seit Oktober 2024 ein temporärer Damm entstanden, der als naturnahe Baustellenabsperrung dient und den Badebereich vor Schwebstoffen und Trübungen schützt.  Der rund zwei Meter hohe Damm bleibt bis zum Abschluss der Arbeiten bestehen und wird anschliessend in die entstehende Flachwasserzone eingebunden. Er ist das einzige Schüttbauwerk,...

Zündschläuche im Uferbereich festgestellt

Seit Dezember 2024 werden ans Südufer des Urnersees Zündschläuche angespült. Regelmässige Uferreinigungen minimieren die Rückstände. Seit Ende 2024 werden am Südufer des Urnersees zwischen der Reussmündung und Isleten vermehrt pastellfarbige Zündschläuche angespült. Diese Kunststoffschläuche, die zwischen fünf und 50 Zentimeter lang sein können, entstehen beim Sprengvortrieb im Tunnelbau und sind...

SRF Rundschau berichtet über geogenes Arsen

Am 18. Dezember 2024 berichtete die SRF Rundschau über das Thema geogenes Arsen im Zusammenhang mit dem Ausbruchmaterial aus der Zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels und der Seeschüttung Urnersee. Am 18. Dezember 2024 thematisierte die SRF Rundschau das geogene Arsen im Ausbruchmaterial der Zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels. Im Beitrag selbst und...

Auf dem Urnersee wird wieder geschüttet

Am Montagmorgen, 7. Oktober 2024, hat der erste Güterzug von der Baustelle der Zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels in Göschenen den Industriehafen in Flüelen erreicht. Damit hat die Hauptphase der Seeschüttung im südlichen Teil des Urnersees gestartet. Bis März 2025 werden täglich 3’800 Tonnen Ausbruchmaterial angeliefert und im Gebiet Schanz geschüttet....

Probeschüttungen erfolgreich abgeschlossen

Zwischen April und Juni 2023 wurden am Südufer des Urnersees Testschüttungen durchgeführt. Dabei wurde Gesteinsmaterial vom Bau der 2. Röhre des Gotthard-Strassentunnels verwendet, um die Infrastruktur, Abläufe und Prozesse der Projektbeteiligten intensiv zu testen. Von April bis Juni 2023 wurden beim Urnersee-Südufer rund 100'000 Tonnen Gesteinsmaterial geschüttet. Dieses Gestein stammte...

Probeschüttungen gestartet

Am 4. April 2023, kurz vor Mittag, ist das erste Gesteinsmaterial vom Bau der 2. Röhre des Gotthard-Strassentunnels in Flüelen eingetroffen. Das Gestein aus Gneis und Granit wurde um Punkt 13:00 Uhr im Gebiet Allmeini erfolgreich geschüttet. Die Probeschüttungen dauern rund zwei Monate. Die Hauptphase der Seeschüttungen startet gegen Ende...

Pontonanlage gegen Trübung

Vorbereitungen auf Kurs

Zwischen 2023 und 2029 wird beim Südufer des Urnersees wieder Gesteinsmaterial geschüttet. Die Vorbereitungen, damit im nächsten Frühling mit den Schüttungen von rund 4.9 Mio. Tonnen Gestein begonnen werden kann, laufen nach Plan. Das Urner Vorzeigeprojekt «Seeschüttung» wird ab Frühling 2023 beim Südufer des Urnersees fortgesetzt. Unter der Projektleitung der...

COUNTDOWN

TEUFELSTEINE
VON 2'500

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STAND HEUTE

Bis heute wurden 973 Teufelsteine in den Urnersee geworfen. Jeder Stein steht für einen kleinen Teil der gesamten Seeschüttung. Zusammen zeigen sie, wie viel Material bereits im See liegt. So wird die Seeschüttung sichtbar und greifbar.

STAND HEUTE

Bis heute wurden 973 Teufelsteine in den Urnersee geworfen. Jeder Stein steht für einen kleinen Teil der gesamten Seeschüttung. Zusammen zeigen sie, wie viel Material bereits im See liegt. So wird die Seeschüttung sichtbar und greifbar.

Die Geschichte des Reussdeltas

WARUM IST DAS PROJEKT SEESCHÜTTUNG URNERSEE NÖTIG UND WICHTIG? EIN BLICK ZURÜCK IN DIE ENTWICKLUNGSGESCHICHTE DES URNER REUSSDELTAS BRINGT AUFSCHLUSS.

Bis ins 19. Jahrhundert floss die Reuss ungezähmt durch das Urner Reusstal, was häufige Überschwemmungen und Krankheiten mit sich brachte. Ab 1850 wurden Hochwasserschutzmassnahmen ergriffen, doch weitere Unwetter führten zu Schäden, und der Flusslauf musste mehrfach korrigiert werden. Ab 1905 verursachte der Kiesabbau an der Reussmündung schwere Erosionen, die das Südufer zurückdrängten. 1985 wurde das Reussdelta zum Schutzgebiet erklärt, und zwischen 2001 und 2008 erfolgten die ersten Seeschüttungen, um die ökologische Vielfalt wiederherzustellen und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu verbessern.

Die aufgeschütteten Flachwasserzonen
       bieten Schutz, Nahrung und
  Fortpflanzungsstätten für Wassertiere.

Es wird wieder geschüttet

EINE ERFOLGSGESCHICHTE WIRD FORTGESETZT: IM OKTOBER 2024 HABEN DIE SEESCHÜTTUNGEN BEIM SÜDUFER DES URNERSEES OFFIZIELL GESTARTET.

Beim Südufer des Urnersees ist es seit Oktober 2024 wieder betriebsamer: Die Klappschiffe, die im Auftrag der Seeschüttung Urnersee unterwegs sind, fahren im Viertelstundentakt ins Schüttgebiet. In den nächsten fünf Jahren werden 4,9 Millionen Tonnen Gestein der beiden Grossprojekte «A2 Zweite Röhre Gotthard-Strassentunnel» und «A4 Neue Axenstrasse» geschüttet.

Es werden rund 10 Fussballfelder neue Flachwasserzonen geschaffen. Mit diesen finalen Seeschüttungen wird ein Generationenprojekt, das 1985 mit dem Reussdeltagesetz angestossen wurde, seinen erfolgreichen Abschluss finden und Leben nachhaltig in, an und auf den Urnersee bringen.

Mehr Biodiversität

VIELE TIER- UND PFLANZENARTEN PROFITIERTEN VON DER ERSTEN SEESCHÜTTUNG. AN DIESE POSITIVEN ÖKOLOGISCHEN ENTWICKLUNGEN WOLLEN WIR ANKNÜPFEN.

Im Urner Reussdelta wurden von 2001 bis 2008 bereits zwei Inselgruppen und neue Flachwasserzonen in Ufernähe aufgeschüttet. Die Seeschüttungen mit Ausbruchsmaterial vom Gotthard-Basistunnel und vom Umfahrungstunnel Flüelen waren eine Neuheit und entwickelten sich zum ökologischen Erfolg: Die neuen Bade- und Naturschutzinseln sowie die geschaffenen Flachwasserzonen haben sich problemlos ins Ökosystem des Reussdeltas eingefügt, wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna gebildet und massgeblich zur Erhöhung der Biodiversität in diesem Gebiet beigetragen. Die aktuelle Seeschüttung soll diese ökologische Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Unterwasserpflanzen und Algen
    sorgen für eine gute Wasserqualität
  und stabilisieren den Seegrund.

Eintauchen und erleben

MIT UNSEREM ANGEBOT FÜR BESUCHERINNEN UND BESUCHER SIND SIE MITTENDRIN STATT NUR DABEI: GERNE GEWÄHREN WIR IHNEN EINBLICKE IN UNSER PROJEKT VOR ORT.

Möchten Sie noch mehr über die Erfolgsgeschichte «Seeschüttung Urnersee» erfahren? Dann laden wir Sie herzlich ein, unseren Infopavillon in Flüelen zu besuchen. Unser Informationscenter befindet sich unmittelbar beim Umschlagplatz des Ausbruchmaterials im Industriehafen Flüelen. Tauchen Sie ein und erleben Sie den Nutzen der Seeschüttung hautnah.

Für die Öffentlichkeit ist der Infopavillon an festgelegten Walk-in-Tagen (jeweils samstags) kostenlos geöffnet. 

Für Gruppen (ab 6 bis max. 30 Personen) lassen sich ausschliesslich auf Voranmeldung verschiedene Angebote kostenpfilchtig buchen.